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Stufen der Therapie: Hygienephase, Basisbehandlung, Nachsorge
6
Monate: bewährter Rhythmus der parodontalen Nachsorge
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Ziel: jeder Zahn bleibt fest im gesunden Zahnhalteapparat

Grundlage

Entstehung einer Parodontitis: von der Gingivitis zur Erkrankung des Zahnhalteapparates

Am Anfang steht bakterieller Belag: Plaque und Zahnbelag sammeln sich am Zahnfleischrand, jede Bakterie darin reizt das Gewebe. Zuerst entsteht eine Gingivitis — eine Entzündung des Zahnfleisches mit Rötung und Zahnfleischbluten. Gingivitis und Parodontitis hängen eng zusammen: Bleibt die Zahnfleischentzündung bestehen, wandert sie in die Tiefe und wird zur Parodontitis, früher oft Parodontose genannt.

Jetzt bilden sich tiefe Zahnfleischtaschen, die Entzündung des Zahnhalteapparates greift Fasern und Kieferknochen an. Der Rückgang des Zahnfleisches legt Zahnhälse frei, Zähne lockern sich — eine unbehandelte Parodontitis ist bei Erwachsenen die häufigste Ursache für Zahnverlust. Die gute Nachricht: Wer die ersten Anzeichen ernst nimmt, sollte früh den Zahnarzt aufsuchen: So lässt sich die Erkrankung stoppen — und die Zähne bleiben im Sinne der Zahnerhaltung langfristig erhalten.

Ablauf

Der Ablauf einer Parodontitisbehandlung

01

Befund und Diagnose

Wir messen die Zahnfleischtaschen, erfassen den Schweregrad und prüfen Röntgenbilder von Zahnfleisch und Knochen. So entsteht ein klarer Behandlungsplan.

30 Min.
02

Hygienephase

Eine professionelle Zahnreinigung entfernt Ablagerung und Zahnstein oberhalb des Zahnfleischrands. Dazu zeigen wir Ihnen, wie gründliche Mundhygiene zu Hause gelingt — die Basis jeder Therapie.

45–60 Min.
03

Basisbehandlung einer Parodontitis

In örtlicher Betäubung werden die Zahnfleischtaschen gereinigt: Bakterielle Beläge und entzündetes Gewebe werden gründlich entfernt, die Wurzeloberflächen geglättet — sanft, systematisch, Zahn für Zahn.

1–2 Sitzungen
04

Wenn nötig: weitergehende Therapie

Bei schwerer Parodontitis kann ein Antibiotikum die Behandlung unterstützen, in Einzelfällen ist eine parodontalchirurgische Behandlung notwendig. Chirurgisch arbeiten wir nur, wo es wirklich hilft.

nach Befund
05

Nachsorge

Regelmässige Kontrollen und Dentalhygiene in Bern halten die Bakterien dauerhaft in Schach. Diese Phase entscheidet über den langfristigen Erfolg — wir begleiten Sie dabei, professionell und regelmässig.

alle 3–6 Monate

Warnzeichen

Symptome einer Parodontitis

Frühestes Zeichen

Zahnfleischbluten

Blutet das Zahnfleisch beim Zähneputzen oder bei der Reinigung der Zähne mit Zahnseide, ist das Gewebe entzündet — der richtige Moment, den Zahnarzt zu konsultieren — je früher, desto besser.

Sichtbar

Zahnfleischrückgang

Zähne wirken länger, Zahnhälse liegen frei und reagieren empfindlich: Der Rückgang zeigt, dass der Zahnhalteapparat bereits Substanz verliert.

Riechbar

Anhaltender Mundgeruch

Die Bakterien in den Zahnfleischtaschen erzeugen Gerüche, die sich mit Zahnpflege allein nicht beseitigen lassen.

Spürbar

Lockere Zähne

Verlieren Zähne ihren Halt oder verschieben sie sich, ist die Erkrankung fortgeschritten — jetzt zählt schnelles Handeln.

Unsichtbar

Oft ohne Schmerzen

Eine Parodontitis tut lange nicht weh. Genau deshalb bleibt sie ohne Kontrollen beim Zahnarzt so oft unentdeckt.

Vorbeugen

Parodontitis vorbeugen: Mundhygiene und Prophylaxe

Vorbeugen ist einfacher als behandeln: Gründliche Mundhygiene zu Hause — Zähneputzen, Zahnseide, Zwischenraumbürsten — entfernt den bakteriellen Belag täglich neu. Was häuslich nicht erreichbar ist, übernimmt die regelmässige professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt: Für Ihre Mundgesundheit ist die professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt unverzichtbar.

Unsere Zahnprophylaxe erkennt eine beginnende Zahnfleischentzündung, bevor Taschen entstehen. Patienten mit Parodontitis in der Familie oder mit Diabetes profitieren besonders von engmaschiger Vorsorge — denn eine schleichende Infektion am Zahnhalteapparat erkennt man selbst kaum. Zweimal jährlich ist dabei ein guter Rhythmus: So bleibt Zahn um Zahn gesund, und aus einer kleinen Entzündung wird nie wieder eine grosse Baustelle. Und bei akuten Beschwerden — Schwellung, Schmerz, Eiter — sind wir als Notfall-Zahnarzt kurzfristig für Sie da.

Fragen

Häufige Fragen zur Parodontitis-Behandlung

Was ist die beste Behandlung bei Parodontitis?

Die wirksamste Therapie ist die systematische Basisbehandlung: professionelle Reinigung der Zahnfleischtaschen, kombiniert mit konsequenter Mundhygiene und verlässlicher Betreuung danach. Bei einer fortgeschrittenen Parodontitis kommen Antibiotikum oder eine chirurgische Behandlung dazu — massgeschneidert nach Schweregrad und orientiert an den Empfehlungen der Schweizerischen Gesellschaft für Parodontologie.

Was ist Parodontitis und wie entsteht sie?

Eine bakteriell verursachte, chronische Entzündung des Zahnhalteapparates. Sie beginnt als Zahnfleischentzündung durch Plaque — jede Bakterie im Belag zählt; unbehandelt zerstört sie Fasern und Knochen, die den Zahn halten. Der Beginn einer Parodontitis verläuft meist unbemerkt — Kontrollen decken sie auf.

Welche Symptome hat Parodontitis?

Zahnfleischbluten, gerötetes oder zurückgehendes Zahnfleisch, empfindliche Zahnhälse, Mundgeruch und später lockere Zähne. Schmerzen fehlen oft — verlassen Sie sich deshalb nicht auf Ihr Schmerzempfinden, sondern auf den Befund.

Ist eine Parodontitisbehandlung schmerzhaft?

Nein. Die Reinigung der Taschen stoppt die Infektion und erfolgt in örtlicher Betäubung; danach kann das Zahnfleisch einige Tage empfindlich sein. Die meisten Patientinnen und Patienten empfinden die Behandlung als deutlich sanfter als erwartet.

Werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen?

In der Schweiz werden Zahnbehandlungen nur in besonderen Fällen von der Krankenkasse übernommen — etwa bei schweren, unvermeidbaren Erkrankungen. Ob Ihre Zusatzversicherung sich beteiligt, klären wir gerne mit einem transparenten Kostenvoranschlag vorab.

Ist Parodontitis heilbar?

Sie ist sehr gut kontrollierbar: Die Entzündung lässt sich stoppen und verlorener Halt stabilisieren. Bereits abgebauter Knochen wächst allerdings nicht von selbst nach — deshalb gilt: je früher behandelt, desto länger bleibt jeder Zahn erhalten. Und je regelmässiger die Betreuung danach, desto stabiler das Ergebnis.

Warum ist Parodontitis bei Diabetes besonders wichtig?

Diabetes und Parodontitis verstärken sich gegenseitig: Erhöhte Blutzuckerwerte schwächen die Abwehr des Zahnfleisches, und die chronische Entzündung verschlechtert die Zuckereinstellung. Umso wichtiger sind engmaschige Vorsorge und konsequente Behandlung.

Termin für Ihre Zahnfleisch-Behandlung

Blutendes Zahnfleisch, empfindliche Zahnhälse, erste lockere Zähne? Warten Sie nicht. Vereinbaren Sie Ihren Zahnarzt-Termin in unserer Praxis für Parodontologie an der Spitalgasse 37 in Bern — wir schauen gründlich hin und behandeln nur, was nötig ist.